Kesselhaus in Karlsruhe
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Kesselhaus 3 in Karlsruhe

Das Kesselhaus 3 in Karlsruhe befindet sich auf einem 1899 entstandenen Fabrikgelände in Karlsruhe Grünwinkel. Das Denkmalgeschütze Backsteingebäude ist sorgfältig renoviert und strahlt eine wunderbare Industrie Romantik aus.

Nach mehreren Inhaberwechseln hat die Familie Hemmann, im September 2019, das Kesselhaus übernommen und in Kesselhaus3 umbenannt. Die Hemmanns sind im Kesselhaus keine unbekannten, denn der Koch Sven Hemmann hatte vor einigen Jahren für das Kesselhaus, damals noch unter anderer Leitung, einen Michelin-Stern erkocht und sowohl sein Bruder Chris als auch seine Frau, waren bereits in der Vergangenheit im Kesselhaus für die Restaurantleitung und Service verantwortlich.

Die Familie Hemmann, bietet am Abend im Kesselhaus3 eine gehobene, geschmacklich sehr gute, moderne Küche und zum Mittagessen eine Bistro-Karte.

Ich war vor vielen Jahren mal im Kesselhaus, damals fand ich die Location sehr schön aber das Essen hat mich nicht überzeugt. Als dann das Kesselhaus mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde, war mir das Menü etwas zu teuer und ich habe aus meinem Karlsruher Freundeskreis, nie etwas über das Kesselhaus gehört, daher hat es mich irgendwie nie dort hingezogen.

Nach dem mir jedoch nach der Übernahme durch die Familie Hemann und der Umbenennung in Kesselhaus3, das Restaurant von mehreren Seiten empfohlen wurde, bin ich dann doch neugierig geworden und habe am Freitag den 26. Juni.2020, mit 2 Freundinnen einen schönen Abend im Kesselhaus verbracht und wir werden dies sicherlich auch wiederholen.

Das Kesselhaus mit dem neuen Konzept ist eine Bereicherung für die Karlsruher Gastronomie Szene.
Im Sommer kann man auf der großen Terrasse das Essen genießen. Als wir das Kesselhaus besucht haben, hat es allerdings ein wenig gewittert, daher haben wir im schön gestalteten Innenbereich das Essen genossen

Neu im Kesselhaus ist die sehr geschmackvoll gestaltete Weinlounge, die sich auf einer Empore über dem eigentlichen Gastraum befindet. In der Weinlounge, kann man hochwertige Weine genießen und es werden Tapas serviert.

Nach einem Glas Sekt als Aperitif, zu dem Brot mit Nussbutter und Kräuterquark gereicht wurde, wurde uns ein Amuse Gueule serviert. Dieser Gruß aus der Küche war eine sommerliche Komposition aus Gurke und Avocado. Dieses Gericht hätte ich noch einen Tick besser gefunden, wenn es Eiskalt und nicht in Zimmertemperatur serviert worden wäre aber dieser leckere Gruß aus der Küche war trotzdem sehr erfrischend und hat Lust auf mehr gemacht.

Als Vorspeisen hatte ich das Thunfisch Tatar mit knuspriger Frühlingsrolle, rotem Daikon-Rettich, Guacamole, Sesamchips und Kalamansigel für €15,50. Meine Freundinnen hatten sich aus dem Menü, Zweierlei vom Pulpo mit Paprika-Peperonata, eingelegten Aprikosen, Kalamata-Oliven und Estragon-Limonenvinaigrette für je €15,00 bestellt. Wir waren mit unseren Vorspeisen alle sehr zufrieden. Jedes Gericht war schön angerichtet und auch geschmacklich gut.

Als Hauptgang hatte ich noch eine Vorspeise, Kalbstafelspitz mit Buttermilch-Dashi, Frühlingszwiebel-Pancake, eingelegten Radieschen, Romanasalat und Jalapeño €14,00 und meine Freundinnen hatten sich für die kross gebratene Dorade, mit Tomaten-Passionsfruchtfond, gegrilltem Fenchel, Salzzitrone und Selleriepüree, für €21,50 und für die in Trüffeljus geschmorten Kalbsbäckchen mit Kartoffel-Kräuterstampf, confierten Karotten und Röstzwiebeln für €24,00 entschieden.
Wir waren mit jedem Hauptgang sehr zufrieden. Besonders loben möchte ich, dass der Koch keine Angst hat zu würzen (was leider inzwischen um gefällig zu kochen, anscheinend einige Köche haben), es war alles geschmacklich sehr gut.

Obwohl wir inzwischen gut gesättigt waren, wollten wir natürlich auch die Desserts probieren.
Als Nachtisch haben wir uns für die Erdbeervariation mit Thymian, Salzzitrone und Vollmilchschokoladen-Mascarponeganache €11,00, die Pfirisichtarte mit Milchreiseis Estragon und Pekannusscrumble €10,00 und für den Schokoladenriegel von der Valrhona Manjari Schokolade mit Himbeeren, Kokos und Piemonteser Haselnuss €9,50 entschieden. Ich hatte die Pfirsischtarte, leider war diese und auch die Pfirsichstückchen auf dem Teller recht geschmacksneutral, was dem mangelnden Aroma der Pfirsiche geschuldet und kein Fehler des Kochs gewesen ist und mein Dessert stand wohl einen Moment zu lange am Pass, denn das Milchreiseis, war nur noch eine kühle sehr lecker schmeckende Sauce. Dafür hatte das Erdbeer-Dessert ein volles Erdbeer Aroma und auch der Schokoladenriegel wurde sehr gelobt. Alles in allem war auch das Dessert absolut gelungen.

Zum Abschluss bekamen wir noch leckere Trüffel, uns allen hat der mit Salz-Karamell gefüllte Trüffel, besonders gut geschmeckt aber auch der Kokos Trüffel war sehr lecker.

FAZIT: Das Kesselhaus3 ist eine große Bereicherung für die Karlsruher Gastronomie. Das Kesselhaus3 bietet casual fine dining mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, in einer sehr schöne Location. Ich kann das Kesselhaus allen die raffinierte, gehobene Küche schätzen sehr empfehlen.

Zum Kesselhaus3 gehört auch noch ein Nebengebäude, mit Terrasse, dass sich für Tagungen und Feierlichkeiten hervorragend eignet

Kesselhaus3 – Griesbachstr. 10c – 76185 Karlsruhe – www.kesselhaus-ka.de

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